Wassergüte in Österreich

Jahresbericht 2022-2024

Die Wasserqualität in Österreich war in den Jahren 2022-2024 überwiegend hoch. Die ergriffenen Maßnahmen zum Gewässerschutz sind wirksam, dennoch sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität notwendig.

Ossiacher See

Im routinemäßigen Gewässer-Überwachungsprogramm wurden 1.946 Grundwassermessstellen beprobt, bei den Fließgewässern waren es 100 Überblicksmessstellen und 312 operative Messstellen. Zusätzlich gab es Erhebungen für 28 österreichischen Seen. 

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, betreibt in enger Zusammenarbeit mit den Ämtern der Landesregierungen und dem Umweltbundesamt seit mehreren Jahrzehnten ein umfangreiches Beobachtungsprogramm für die heimischen Gewässer.

Die Daten stehen elektronisch zur Verfügung und sind frei zugänglich.

Die Gewässerzustandsüberwachung erfolgt auf Basis der Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die einen 6-jährigen Beobachtungszyklus vorgibt. Die Zahl der untersuchten Qualitätselemente und Messstellen variiert innerhalb des Zyklus.

Grundwasser

Im Grundwasser wurden im Zeitraum 2022-2024 insgesamt 221 Parameter untersucht. Ein wesentlicher Anteil davon sind Pestizide und PFAS.

Überschreitungen der Grundwasser-Schwellenwerte im oberflächennahen Grundwasser gibt es hauptsächlich durch Nitrat und Pflanzenschutzmittel. Bei der langfristigen Entwicklung der Nitratkonzentrationen sind leichte Verbesserungen erkennbar.

Fließgewässer und Seen

Die Bewertung des ökologischen Zustands der Oberflächengewässer erfolgt in erster Linie auf Basis der biologischen Qualitätselemente im Rahmen des Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans. Im Wassergüte Jahresbericht werden vor allem die Ergebnisse von stofflichen Untersuchungen dargestellt. Überschreitungen der Richtwerte für allgemein chemisch-physikalische Parameter (großteils Nährstoffe) sind in ca. 20% der Fließgewässer und vereinzelt durch Schadstoffe (Ammonium) festzustellen.

Die biologische Bewertung der 28 untersuchten Seen in Bezug auf Phytoplankton ergab für einen See den nicht guten, für alle anderen einen sehr guten und guten Zustand.

Sondermessprogramme

Spezielle Fragestellungen und künftige Herausforderungen für die Wasserwirtschaft erfordern auch weiterführende und ergänzende Daten. Der Jahresbericht enthält daher auch Informationen zu Sondermessprogrammen. Medienübergreifend wurden Isotopen sowie TFA und ultrakurzkettige PFAS untersucht. In Oberflächengewässern wurden neue prioritäre Stoffe, Sonnenschutzmittel, Antioxidations- und Antiozonierungsmittel, das Vorkommen möglicher Stoffe in Gewässern mittels non-target-Screening sowie das Vorkommen von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und deren Metaboliten in kleinen und mittelgroßen Gewässern mit intensiver landwirtschaftlicher Flächennutzung untersucht.

Die erhobenen Daten stellen eine wesentliche Grundlage für die wasserwirtschaftliche Planung und den Gewässerschutz in Österreich dar. Die Ergebnisse sind integraler Bestandteil der jeweiligen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanung. Die Messergebnisse dienen in weiterer Folge somit auch als Basis der Planung und Evaluierung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität.

Download Bericht


Wassergüte Jahresbericht 2022-2024 (PDF, 31,3 MB)

Wassergüte-Jahresbericht 2022-2024 - Ergebnistabellen (ZIP, 630,9 kB)

Datenabfragen

Online Datenabfragen sind aus der H2O-Fachdatenbank oder themenübergreifend über die Datenabfrage des Wasserinformationssystems Austria (WISA) möglich.

H2O-Fachdatenbank

Wasserinformationssystem Austria (WISA)

WISA Datenabfrage

Sonstige Links

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Tourismus